7 IRRTÜMER ÜBER ERKLÄRFILME

TV- und Radio-Spots, Zeitungsanzeigen, Plakate, Banner, Leuchtreklamen, Pop-ups, Logos, Schaufenster, Sponsored Posts, … Bis zu 12.000 Werbebotschaften prasseln heutzutage täglich auf uns ein: Ein ständiger, wenig zielgerichteter Beschuss mit dem Marketing-Maschinengewehr, auf den wir nur mit Ignorieren und kürzer werdenden Aufmerksamkeitsspannen reagieren können. Danach befragt, an wie viele Werbekontakte aus den letzten 24 Stunden sich Konsumenten erinnern konnten, antworteten die meisten in einer Studie des Instituts für Marketing und Kommunikation von 2014: drei.

Kein Wunder also, dass Unternehmen seit Jahren zunehmend Schwierigkeiten haben, ihre Botschaften bei ihren Zielgruppen zu platzieren: Konsumenten gehen in Deckung. Eine Frage des Selbstschutzes. Sie interessieren sich vor allem für kurzweilige, unterhaltsame Stories – und für Bilder. Das gesamte Social Web wird immer visueller, was sich auch im Erfolg von Plattformen wie Instagram zeigt. Zudem gewinnen die Inhalte an Bedeutung, die für die Nutzer einen echten Mehrwert bieten.

Aus Sicht vieler Unternehmen sind Erklärfilme genau die richtige Antwort auf diese Entwicklungen. In unserem Blogbeitrag “Animierte Erklärfilme – Geschichten in Bildern” haben wir aufgezeigt, dass Visuelles und Storytelling eine perfekte Symbiose bilden, um die Aufmerksamkeit des Zuschauers zu sichern und nachhaltig im Gedächtnis zu bleiben. Mit einer unterhaltsamen Storyline, charmanten Animationen und einer glasklaren Botschaft machen sich Erklärfilme diese wirksame Verbindung zunutze: Sie helfen Produkte und Services zu verkaufen, sie zu emotionalisieren oder ihre Anwendung zu veranschaulichen.

Aus diesen Gründen setzen immer mehr Unternehmen Erklärfilme ein. Doch trotz der steigenden Beliebtheit halten sich einige Irrtümer über dieses Film-Format hartnäckig. Um mit den häufigsten von ihnen aufzuräumen, folgen nun 7 klassische Irrtümer über Erklärfilme.

IRRTUM NR. 1: ERKLÄRFILME SIND MIR ZU OBERFLÄCHLICH!

Es ist ein begrüßenswerter Anspruch an uns selbst: Überzeugung durch Information und Substanz. Jeder von uns hat bereits versucht, Gesprächspartner mit fundierten Begründungen umzustimmen oder zu begeistern. Ein wahres, tiefgreifendes Verständnis schaffen – so verbleiben die eigenen Argumente am ehesten im Gedächtnis der anderen Seite. Nicht ohne Grund bilden wir uns in der Schule und im Studium eher mit Büchern und Berichten weiter, als Filme zu schauen. Es ist daher verständlich, dass einige Marketeers befürchten, ihre (potenziellen) Kunden mit allzu oberflächlichen Botschaften abzuschrecken.
Wir meinen: Substanz ist wichtig, aber wir sollten Oberflächlichkeit nicht mit inhaltlichem Fokus gleichsetzen. Erklärfilme zwingen uns, uns auf die wichtigsten Botschaften zu konzentrieren. Und erhöhen die Chance, dass diese Botschaft zu den drei kostbaren Werbekontakten auf dem Gewinnertreppchen gehören, an die sich die Mitglieder unserer Zielgruppe auch noch am nächsten Tag erinnern.

IRRTUM NR. 2: KLEINE, BUNTE MÄNNCHEN PASSEN NICHT ZU MEINEM IMAGE!

Ernsthaftigkeit und Vertrauenswürdigkeit sind für viele Unternehmen wesentliche Pfeiler ihres mühsam aufgebauten Images. Und ihr Image wiederum, ihr guter Name, ist ihr wichtigstes Kapital. Eine renommierte Anwaltskanzlei oder eine Bank beispielsweise hängt in besonderem Maße vom Vertrauen ab, das ihre Kunden ihr entgegenbringen. Sie mag aus Angst um ihre Seriösität zögern, animierte Filme auf ihrer Website zu präsentieren. Aber gerade Themen wie Recht oder Finanzen sind für viele Verbraucher nur schwer verständlich, und detaillierte Broschüren verwirren oder verunsichern manchmal mehr als zu helfen. Ein Erklärfilm kann diese Verständnislücke zwischen Sendern und Empfängern schließen. Er kann in anderthalb Minuten mehr Klarheit über die Rahmenbedingungen eines Studienkredites schaffen, als ein vor Fachchinesisch und Rechtsfragen strotzender Informationsbogen.
Wer dennoch keine Lust auf farbige Figuren hat, für den gibt es weitere Varianten des Erklärfilms wie die Legetechnik, bei der Zeichnungen auf echten oder digitalen Papierschnipseln hin und her geschoben werden, oder eine Darstellung im Corporate Design oder in 3D.

IRRTUM NR. 3: WIR MÜSSEN EINE REPORTAGE DREHEN!

“Unser Produkt ist so facettenreich und komplex; wir brauchen mindestens einen zehnminütigen Film, um dem Kunden die Vorteile aufzuzeigen!”
Manch einer, der sich mit dem Gedanken an einen Erklärfilm angefreundet hat, glaubt nur ein Streifen von den Ausmaßen einer Dokumentation oder Reportage könne seinem Produkt gerecht werden.
Wir lieben Unternehmen, die ihre Produkte lieben und über sie sprechen möchten, aber ein guter Erklärfilm sollte trotzdem nicht länger als zwei Minuten sein. Andernfalls überfordert er die Aufmerkamkeitsspanne möglicher Zuschauer. Noch verheerender: Oft werden längere Videos erst gar nicht angeklickt. Was das Format aus Sicht vieler Nutzer attraktiv macht, ist die Möglichkeit sich zügig und auf unterhaltsame Weise über ein interessantes Thema zu informieren. Drum gilt, auch wenn man über das eigene Produkt einen anderthalbstündigen Blockbuster drehen könnte: Zuspitzen, Weglassen, auf das Wesentliche beschränken.

IRRTUM NR. 4: LIEBER EINEN SEO-OPTIMIERTEN TEXT AUF DER STARTSEITE

Wer nicht auf der ersten Seite der Google Suchergebnisse auftaucht, existiert für den Großteil der Nutzer schlichtweg nicht. Für viele Unternehmen ist es jedoch von elementarer Bedeutung, bei der Eingabe bestimmter Begriffe gefunden zu werden.
Aber die Konkurrenz ist groß. Suchmaschinenoptimierung ist deshalb heutzutage Bestandteil des Marketingbudgets fast jedes Unternehmens. Doch worauf setzen? Backlinks? SEO-optimierte Fließtexte? Oder einfach eine Anzeige bei Google AdWords schalten? Googles regelmäßige Updates der geheimnisvollen Algorithmen, die über das Ranking entscheiden, machen die Entscheidung nur noch schwerer.
Was viele nicht wissen: Google liebt Video-Content!
Studien haben gezeigt, dass sich mit einem Video auf der Startseite einer Website die Wahrscheinlichkeit auf der ersten Seite der Google-Ergebnisse zu landen um das Fünfzigfache erhöht. Die Conversion-Rate steigt im Schnitt um 20 Prozent und die Besucher bleiben zwei Minuten länger. Diese gesteigerte Verweildauer wird von Google als Zeichen für relevanten Content gewertet und verbessert das SEO-Ranking zusätzlich.
Darüber hinaus kann man seinen Erklärfilm auf Plattformen wie YouTube und Vimeo in eigenen Kanälen hochladen und ihn mit passenden Tags und Keywords versehen, um ihn auch hier leicht auffindbar zu machen. YouTube ist nach Google mittlerweile die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Du erzielst mit der Nutzung von Videoplattformen also eine größere Verbreitung und erhöhst die Wahrscheinlichkeit, dass potenzielle Kunden auf dein Erklärvideo stoßen.

IRRTUM NR. 5: HAUPTSACHE GROSSES KINO

Ein episches Intro mit dynamischen Kamerafahrten gepaart mit Hans-Zimmer-Soundtrack und anschließendem Effekt-Feuerwerk: Das mag Kinogänger begeistern, die Tom Cruise dabei zuschauen wollen, wie er mal wieder das Unmögliche möglich macht. Aber bei einem Erklärfilm ist der Versuch, mit opulenter Optik und aufwendigen Animationen zu überzeugen, kontraproduktiv. Seine Aufgabe ist einen Sachverhalt in bewegten Bildern, begleitet von einem Erzähler, so einfach wie möglich zu erläutern. Die animierte Geschichte unterstützt diese Erläuterung mit nachvollziehbaren, schön anzuschauenden und originellen Visualisierungen. Wenn es sich anbietet, dürfen diese auch über die schwarzweiße Legetricktechnik hinausgehen und zum Beispiel in 3D gestaltet werden. Was sie keinesfalls dürfen ist: ablenken.

IRRTUM NR. 6: WIR SIND AUCH OHNE ERKLÄRFILM ERFOLGREICH!

Diese Aussage hören wir insbesondere von kleinen Unternehmen wie Handwerksbetrieben, die sowohl mit der Auftragslage als auch ihrer derzeitigen Größe zufrieden sind. Doch auch wer genügend Kunden hat, sollte die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von Erklärfilmen berücksichtigen. Ein animierter Kurzfilm, der die Arbeitsweise eines Unternehmens oder die Prozesse bei der Auftragsabwicklung darstellt, kann beispielsweise auf der firmeneigenen Homepage präsentiert werden, bei Messen die Aufmerksamkeit auf den eigenen Stand lenken, bei Kundenterminen das Gespräch eröffnen oder sogar als kostengünstiger TV-Spot oder Kino-Spot Verwendung finden. Damit geht die Möglichkeit einher, auf andere Marketingmaßnahmen, die speziell auf einen dieser Zwecke zugeschnitten sind, zu verzichten und Geld zu sparen.
Auch intern kann ein Erklärfilm sehr nützlich sein. Welcher Angestellte würde bei der nächsten Sicherheitsbelehrung oder Prozesseinführung nicht lieber einen unterhaltsamen, neunzigsekündigen Erklärfilm schauen, als sich schier endlose und furchtbar monoton geschriebene Informationstexte durchzulesen oder einem angegrauten Powerpoint-Vortrag zu lauschen?

IRRTUM NR. 7: SPRECHEN KANN ICH AUCH SELBER!

Die Verlockung bei der Verpflichtung eines Synchronsprechers zu sparen, indem man selber die Tonspur einspricht, scheint für viele Marketeers groß zu sein. Doch Vorsicht! Nicht nur, dass es mehr als eine kräftige Stimme braucht, um ein guter Sprecher zu sein: Ein professioneller Erzähler arbeitet auch bewusst mit verschiedenen Klangfarben seiner Stimme und nimmt sich viel Zeit, um genau zu planen, wie er verschiedene Stellen betont und wann er welche Emotion in seine Stimme legt. Hier sollte nicht an der falschen Stelle gespart werden. Und falls sogar noch etwas Budget übrig ist: Wie wäre es, wenn zum Beispiel der Synchronsprecher von Bruce Willis oder Robert De Niro den Verbrauchern dein neues Produkt erklärt?

Planst du eine Erklärvideo Produktion für dein Produkt oder deine Dienstleistung? Melde dich gern bei uns.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

YouTube aktivieren?

Auf dieser Seite gibt es mind. ein YouTube Video. Cookies für diese Website wurden abgelehnt. Dadurch können keine YouTube Videos mehr angezeigt werden, weil YouTube ohne Cookies und Tracking Mechanismen nicht funktioniert. Willst du YouTube dennoch freischalten?