MOBILE FIRST: DIE ERSTE WAHL?

Die Nutzung von Websites verlagert sich in den letzten Jahren zunehmend in den mobilen Bereich. Mit dieser Entwicklung entstand der Begriff Mobile First, der seither in immer mehr Marketing-Abteilungen Gehör findet. Mobile First bedeutet im Wesentlichen, dass der Webdesign-Prozess wie man ihn bisher kannte umgedreht wird. Wo noch vor einiger Zeit Webseiten zuerst für den Desktop-Rechner entwickelt und danach mehr schlecht als recht für mobile Devices angepasst wurden, wird heute oft zuerst für die mobilen Devices entwickelt, um dann später für die größeren Bildschirme zu skalieren.

In diesem Zusammenhang fällt auch der Begriff Responsive Webdesign immer wieder: er beschreibt die automatische Anpassung der Inhalte an verschiedene Bildschirmauflösungen und hat mittlerweile einiges an Popularität gewonnen. Beides hängt aber nicht unbedingt miteinander zusammen.

Denn Mobile First ist viel mehr als Responsive Design, viel mehr als ein bloßer Technik-Trend. Der Konsum von Inhalten auf mobilen Devices wie dem Smartphone oder Tablet erfordert eine viel simplere und klarere Nutzerführung und zwingt den Absender in der Konzeption und im Screen Design zur Reduktion, zur Konzentration auf das Wesentliche. Ähnlich wie bei mobilen Apps, wo die Simplifikation der Nutzerführung von Interface Designern und Firmen wie Apple zur Königsklasse erhoben wurde. Daraus ergeben sich Chancen, die immer mehr Marketeers dazu veranlassen, Geld in die Hand zu nehmen, um Inhalte Mobile First zu optimieren oder den kompletten Webauftritt zu überarbeiten.

MIT MOBILE FIRST IN DEN EMERGING MARKETS GEWINNEN

Um die Notwendigkeit von Mobile First wirklich verstehen zu können, muss man den Blick auf die Emerging Markets lenken. In vielen dieser aufstrebenden Länder haben die Menschen den Schritt zum Desktop-Rechner komplett übersprungen und erleben das Internet vollständig mobil. Große Bildschirme spielen in der täglichen Internetznutzung keine Rolle. Sie erledigen ihre Zahlungen mobil und nutzen Text-Messaging und die sozialen Netzwerke ausschließlich auf ihren Smartphones. Für die dortigen Menschen ist das Smartphone ein Symbol des Wandels und die Möglichkeit, sich neues Wissen anzueignen.

In vielen dieser Länder sind Handy-Verträge unbekannt oder für den Normalverdiener unbezahlbar. Deshalb gibt es dort meistens Prepaid-Guthaben, die genutzt werden, um Inhalte abzurufen. Das hat immense Konsequenzen für das Design von Webseiten. Geringe Ladezeiten und Größen von Inhalten sowie leichte Bedienbarkeit bieten Vorteile im Wettbewerb um die Kunden – auch, weil in den Emerging Markets das Bildungsniveau oft nicht an das der westlichen Länder heranreicht.

In Indien ist der Fashion Retailer Myntra beispielsweise mittlerweile komplett auf ein mobiles Angebot umgestiegen – ein logischer nächster Schritt, nachdem 80 Prozent ihres Traffics ausschließlich von mobilen Devices kam. Marken und Hersteller, die in diesen Ländern erfolgreich werden wollen, müssen sich also intensiv mit dem Thema Mobile First auseinandersetzen, um mit den lokalen Größen konkurrieren zu können, für die diese Themen alltäglich sind.

GLOBALER WETTBEWERBSVORTEIL

Wer nun meint, für Marken, die nicht in diesen Ländern aktiv sind, spielten diese Entwicklungen nur eine untergeordnete Rolle, irrt. Im April dieses Jahres hat Google seinen Ranking-Algorithmus erneut verändert. Webseiten, die mobil optimiert sind und die eine gute mobile Nutzererfahrung bieten, werden im Ranking höher angesiedelt. Auch spielt die mobile Performance der Website und die flüssige User Experience eine große Rolle bei der Bewertung. Darüber hinaus hat die mobile Internetnutzung auch in den Industriestaaten rasante Wachstumszahlen. In den USA beispielsweise werden sogar mittlerweile über 55 Prozent der Video-Inhalte über mobile Devices konsumiert, Tendenz steigend. In Brasilien nutzen die Menschen ihr Smartphone durchschnittlich sechs Stunden am Tag.

Auch hier lohnt also das Umdenken in den Marketing-Abteilungen. Auf die Frage „Why Mobile?“ gibt es mittlerweile zahllose überzeugende Antworten. Mobile First bedeutet Zukunftssicherheit für die Markendarstellung im Internet. Denn Marken müssen die Kunden dort erreichen, wo sie sich am meisten aufhalten. Sie müssen im Moment des Kaufinteresses mit ihren Inhalten und Mobile Experiences präsent sein – schnell und einfach bedienbar. Wenn Sie diese Chancen nutzen und Mobile First als Wettbewerbsvorteil in Ihren Unternehmen etablieren möchten, helfen wir Ihnen gerne bei der Erarbeitung und Umsetzung einer entsprechenden Strategie.

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