SMARTWEAR – DIE REVOLUTION DER GESUNDHEITSBRANCHE?

Smoothie statt Feierabendbier und Grünkohl statt Currywurst. Dem Menschen der Gegenwart scheint seine Gesundheit wichtiger geworden zu sein als je zuvor. Warum sonst sollten manche Menschen Unsummen für Personaltrainer ausgeben, während gleichzeitig jedes Fitnessstudio wegen Überfüllung zu platzen droht und die Trimm-dich-Pfade im Wald belebter sind als manche Einkaufsstraße? Viele Menschen des 21. Jahrhunderts haben es sich zum Ziel gesetzt gesünder zu leben. Aber woher weiß ich, ob ich mich genug bewege? Ob ich genug schlafe? Oder ob mein Puls keinen ungesunden Durchschnitt aufweist? Die Antwort lautet für immer mehr Fitnessfreunde: SmartWear.

WAS IST SMARTWEAR?

SmartWear (zu Deutsch: intelligente Kleidung) beschreibt Kleidung, die nach außen hin völlig normal erscheint, aber durch technische Ergänzungen über viele Funktionen verfügt, die den Alltag vereinfachen sollen. Beispiele sind SmartGlasses, eine Brille, die Informationen im Sichtfeld des Benutzers einblendet und, für die Gesundheitsbranche besonders relevant, SmartBands und SmartWatches. Letztere sind in der Lage Informationen wie getane Schritte, verbrauchte Kalorien, durchschnittliche Herzfrequenz und den Schlafrhythmus zu erfassen und zu verarbeiten. Diese Daten sind dann entweder direkt auf dem Gerät zu sehen oder mithilfe einer App auf dem Laptop oder Handy. Somit weiß der Endbenutzer immer darüber Bescheid, ob er sich gesundheitsfördernd verhält und wenn nicht, in welchem Bereich er sein Verhalten ändern muss. Manche Geräte gehen sogar so weit und drücken die Gesundheit eines Menschen in nur einem Wert aus, der anhand aller gesammelten Informationen berechnet wird. Antworten wir also bald auf die Frage „Wie geht es dir?“ nicht mit „gut“ oder „schlecht“ sondern mit 734?

Kann man die Gesundheit des Menschen in Variablen ausdrücken?

Einige Krankenkassen scheinen das so zu sehen, denn es werden bereits Belohnungen und Vergünstigungen für das Tragen von SmartWear und die Benutzung der jeweiligen App versprochen. Kein Wunder, denn ein Mensch, der bestens über seine Gesundheit im Bilde ist, geht seltener zum Arzt und ist somit für eine Krankenkasse kosteneffektiver. Aber kann ein Band am Handgelenk wirklich berechnen, ob es jemandem gesundheitlich rundum gut geht? Streng genommen lautet die Antwort: nein. Manche Dinge wie persönlicher Stress, die Zusammensetzung der täglichen Nahrung oder die Anbahnung einer Krankheit sind nur sehr schwer von außen messbar. Nichtsdestotrotz helfen dem Menschen Daten wie die gemachte Schrittzahl oder die verbrauchte Kalorienmenge seine Gesundheit und Fitness sukzessiv zu steigern. Somit kann SmartWear dem Menschen mit Sicherheit helfen allgemein gesünder zu leben, aber keine endgültige Auskunft über das Wohlbefinden geben.

REVOLUTION ODER NUR EINE KURZE PHASE?

Fakt ist, will man ein klares Bild seiner aktuellen Gesundheitslage, sollte man nach wie vor den Arzt aufsuchen. Aber SmartWatches und SmartBands liefern schon jetzt sehr genaue Daten, die dem Menschen helfen seinen Alltag gesundheitsfördernder zu gestalten. Hat man früher noch mit viel Mühe und komplizierten Formeln den eigenen Kalorienverbrauch berechnet oder viel Geld bezahlt, um in einem Labor den Schlafrhythmus analysieren zu lassen, so genügt heute ein Blick aufs Handgelenk. Zudem entwickelt sich Technik rasend schnell weiter. Wer weiß, vielleicht stellt Apple oder Sony bereits morgen ein SmartBand vor, welches nahende Krankheiten erkennt und in der Lage ist Stress im Gehirn zu messen?

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