TV-APPS SIND DIE NEUEN STARS DES SMARTEN FERNSEHENS

Apps killed the TV Star? Ganz im Gegenteil: Nicht nur die jüngste Generation des Apple TVs baut auf sie, TV-Apps breiten sich auf Smart-TVs aller Anbieter aus und ergänzen das Fernsehen um eine frei gestaltbare, multimediale Komponente. Für Firmen unterschiedlicher Branchen und Größen bietet sich so ein neuer Owned-Media-Channel für E-Commerce und kreative Markenpflege – in Form einer TV-App, deren Content variantenreich und kostengünstig ist.

Dass das Fernsehen einst eine schwarz-weiße Angelegenheit einer Handvoll Rundfunkanstalten mit Sendeschluss war, lässt sich heute während des andauernden Vormarschs der multifunktionalen smarten Elektronik kaum noch nachvollziehen. Zu Beginn des Jahres befanden sich bereits rund 25,5 Millionen smarte Fernseher und Peripheriegeräte in deutschen Haushalten. Deutschland liegt übrigens im europäischen Vergleich weit vorne in der Statistik: Lediglich die Schweizer und Österreicher besitzen mehr Smart-TVs. Hinzu kommen von diversen Plattformbetreibern verbreitete Sticks und Receiver für IPTV, Pay-TV und Videoportale, die zahlreiche Kunden für ein individuell gestaltbares (Fernseh-)Programm nutzen. Dass das klassische Fernsehen hier in Klammern steht, ist in den zunehmenden Optionen begründet, die sich durch die 2010 eingeführte hbbTV-Technik eröffnen: 93% der im letzten Jahr verkauften Smart-TV-Geräte integrieren den internationalisierten Standard Hybrid broadcast broadband TV. Zum Beginn des Jahres 2016 befanden sich in deutschen Haushalten bereits 18,8 Millionen hbbTV-fähige Endgeräte.

Wie der Name schon vermuten lässt, konvergiert Hybrid broadcast broadband TV die ursprüngliche Linearität des Fernsehens mit dem interaktiven und von Programmplänen losgelöstem Internet. Zusätzliche Informationen zum laufenden Programm, wie man sie aus dem Videotext kennt, sind dabei nur die zahmen Vorläufer einer digitalen Revolution. Großer Beliebtheit erfreuten sich bis Mitte 2015 mit 58% des Nutzungsanteils vor allem die Mediatheken der Fernsehsender. Dicht auf den Fersen lagen ihnen allerdings OTT-Angebote von Video-Plattformen (53%) wie YouTube und den zahlreichen Video-On-Demand-Apps (41%) von Anbietern wie Netflix und Amazon. Im September des Jahres stellte Apple-CEO Tim Cook dann die vierte Generation des Apple TVs vor und verkündete: „Die Zukunft des TVs sind Apps“. Diese richtungsweisende Ansage des Tonangebers bei den Technik-Trendsettern passt zum erstmaligen eigenen App-Store beim neuen Apple TV. Die zentrale Rolle des Stores in der Benutzung des Geräts ist eindeutiges Zeichen, dass sich TV-Apps vom „Nebenbei-Gebrauch“ emanzipieren und zum Marketing-Channel ihrer jeweiligen Anbieter avancieren – eine Entwicklung, die Sie sich jetzt noch mit First-Mover-Vorteil im Segment zunutze machen können.

SPIEL, SPASS, SPANNUNG, SHOPPING – DIE TV-APP ALS ÜBERRASCHUNGSEI VON MARKETING UND E-COMMERCE

Dass TV-Apps sich nämlich nicht nur auf Content wie Serien und Filme beschränken, veranschaulicht beispielsweise die Implementierung der App von E-Commerce-Firma GILT in Apples TV-App-Store. Bereits seit 2011 arbeitet der Fashion- und Einrichtungsshop mit Mobile Apps, nun folgt der Vorstoß auf die großen Bildschirme. Der Online-Einkauf wird buchstäblich anschaulicher: Blazer und Blusen können aus mehreren Perspektiven und Winkeln großflächiger und in höherer Auflösung als auf Smartphone oder Tablet betrachtet werden und die gesamte Familie oder Wohngemeinschaft kann bequem gemeinsam beraten, was wem am besten steht. Die App ist außerdem in unmittelbarer Nähe, wenn die Kauflust zuschlägt, direkt auf dem First Screen, und sei es beim Binge-Watching, inspiriert von Outfits aus Mad Men oder House of Cards.

Doch die Einsatzmöglichkeiten von TV-Apps sind über die Ausdehnung eines bestehenden E-Commerce-Angebots hinaus verlockend und können individuell genutzt werden. In der App des FC Bayern München etwa finden Fans Interviews und Hintergrundberichte, Audi-TV hat sich hingegen auf Kultur- und Sport-Events im Kontext der Markenkommunikation spezialisiert. Ob non-fiktional oder fiktional, ob Infotainment oder Shopping, unidirektionaler Content wie Promotion-Videos oder Interaktion durch Spiele: TV-Apps bieten den Smart-TV-Zuschauern eine Spielwiese, auf der sie sich für Ihre Marke begeistern können. Die App gehört dabei ganz Ihrer Firma, Sie müssen Ihre Nutzer nicht auf einer Plattform wie Facebook oder YouTube „ausleihen“, Sie bestimmen Inhalt und Ästhetik Ihres Contents. Pflegen Sie Ihr bestehendes (Marken-)Image und erweitern Sie Ihr Profil um Facetten, die der Smart-TV-Nutzer noch nicht kannte, aber kennenlernen möchte.

Auch Kombinationen von Lean-Back-Entertainment und interaktiven Prozessen sind möglich. Die von Apple TV unterstützten „Shoppable Videos“ kombinieren Videos und Werbespots mit der Option, die darin gezeigten Produkte per Click auf die Fernbedienung direkt zu kaufen. Eine Innovation, die sich zum Beispiel Boss und Gap schon zunutze gemacht haben. Gleichzeitig lässt sich der Erfolg der TV-App unmittelbar in Verkaufszahlen messen, ein Privileg, das dem klassischen Fernsehspot oder dem Social-Media-Advertising nach wie vor verwehrt bleibt.

KAUM CONTENT, WENIG ZEIT, LIMITIERTES BUDGET = KEINE APP? FALSCH!

Gleich vorab zur Finanzierung: In der Regel liegen die Kosten eines mehrminütigen Videos für eine TV-App deutlich unter denen für einen hochwertig produzierten 30sekündigen TV-Spot. Dabei entfällt auch die Investition für einen guten Time Slot im linearen Fernsehprogramm – Ihre App, Ihr persönlicher Sender.

Sollten Sie bislang keinen oder nur wenig Content für Ihre Marke produziert haben, ist das kein Grund, diesem stetig wachsenden Marketing-Channel keine Chance zu geben, denn es ist die Qualität der Beiträge, die Kunden anspricht. Apple selbst hat eine App speziell für das Apple-Music-Festival 2015 installiert – diese generierte „nur“ für eine Woche Content, der aber bediente mit Mainstream-Größe Pharrell Williams oder den Indie-Lieblingen von Florence + the Machine viele Geschmäcker.

Die technischen Voraussetzungen der TV-Apps für Apple TV entsprechen denen ihrer älteren Geschwister, den Mobile Apps. Etwas kniffelig mögen die Anpassungen an die Smart-TVs der unterschiedlichen Anbieter erscheinen – eine App, die auf einem Apple TV einwandfrei funktioniert, könnte auf einem Sony noch ruckeln.

BERATUNG, KONZEPTION UND TECHNISCHE UMSETZUNG VON TV-APPS BEI UNS AUS EINER HAND

Damit Sie sich um technische Fragen bei der Umsetzung Ihrer TV-App gar keine Gedanken machen müssen, stehen Ihnen in der recordbay erfahrene App-Designer im Rahmen eines eingespielten IT-Teams zur Verfügung. Auch für den Fall, dass Ihnen die zündende Idee für Ihren App-Content noch fehlen sollte, sind wir da: In enger Zusammenarbeit mit Ihrem Team entwickeln wir Konzepte, die Ihrer Marke ent- und Ihre Zielgruppen ansprechen. Ein Team für Film-und Tonproduktion mitsamt technischem Equipment bringen wir praktischerweise auch gleich mit.

Ob Sie also eine Lösung aus einer Hand oder Hilfe beim Feinschliff suchen, sprechen Sie uns an. Wir sind zuhause in der digitalen Welt und laden Sie ein.

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