Virtual Reality Events in der Unternehmenskommunikation

Wie „dabei sein ist alles“ durch Virtual Reality Events neu definiert wird – von Rio 2016 bis zur nächsten Unternehmenskonferenz

Mit Virtual Reality-Technologie neuartige Events schaffen: Virtual Reality kann Menschen an unterschiedlichen Orten in einer VR-Welt zusammenbringen, so ist es zum Beispiel möglich, bei Live Events nur „1.Reihe-Plätze“ zu vergeben. Aber auch Unternehmen können Fans, Kunden und Vertrieb mithilfe von Virtual Reality Events in neue Dimensionen der immersiven Kommunikation involvieren.

Die rasant fortschreitende Technologie der Virtual Reality (VR) ermöglicht völlig neue Dimensionen von Zuschauererlebnissen und Kommunikationserfahrungen und zwar durch Virtual Reality Events. Virtuelle Welten sind immersiv, dreidimensional und interaktiv, so dass man in Sekundenschnelle einen anderen Raum oder eine Szene betreten, sich dort in allen Richtungen umsehen, bewegen, Gegenstände von allen Seiten betrachten sowie Dinge und Menschen quasi anfassen kann. Durch die technischen Möglichkeiten können wir uns in ferne Räume und Welten begeben, dort regelrecht eintauchen und dadurch an zwei Orten gleichzeitig sein. Und dies mithilfe eines Rechners und den bekannten hochwertigen Datenbrillen wie Oculus Rift oder HTC Vive oder weitaus günstigeren Modellen aus Pappkarton wie dem Google Cardboard, das in Kombination mit einem Smartphone funktioniert. Interagieren in dieser virtuellen Welt kann man zum Beispiel mit einem Cyber-Handschuh, der es uns zu ermöglichen scheint, in das Geschehen einzugreifen und die Dinge zu fühlen. Die Virtual Reality-Technologie steckt in den Kinderschuhen, doch sie entwickelt sich in einem rasanten Tempo und in unterschiedlichen Anwendungsbereichen wie Forschung, Produktion, Bildung, Marketing oder eben Events.

In Rio in der 1. Reihe: Die Olympischen Sommerspiele als Virtual Reality Event

Mit den sich entwickelnden technischen Optionen ergeben sich praktisch täglich neue Anwendungen für Virtual Reality Events, das Limit ist die Kreativität und Vorstellungskraft der Anwendungsproduzenten. Die ersten Gehversuche, Virtual Reality in Events zu integrieren, waren Musikkonzerte und Sportveranstaltungen. So hat beispielsweise Paul McCartney mit dem Start-up-Unternehmen Jaunt das erste 360-Grad-Konzert-Video für Google Cardboard produziert. Ganz aktuell stellt der US-Fernsehsender NBC in Kooperation mit Samsung eine VR-Berichterstattung der Olympischen Spiele 2016 in Rio auf einer Sport-App zur Verfügung: 100 Stunden 360-Grad-Aufzeichnungen von der Eröffnungs- und der Schlusszeremonie, ausgewählten Wettkämpfen wie Fußball, Gymnastik oder Schwimmen sowie Zusammenfassungen der Wettbewerbshöhepunkte. Die Virtual Reality-Inhalte werden durch eine hohe Anzahl an Kameras in allen möglichen Perspektiven produziert und stehen als Stream zeitverschoben vom 6. August bis zum 22. August bereit, um die Virtual-Reality-Zuschauer direkt in die Sportarena zu versetzen.

Erleben, nicht nur zusehen

Durch diese Übersetzung der Geschehnisse in virtuelle Inszenierungen hat eine theoretisch unbegrenzte Anzahl von Menschen auf der ganzen Welt die Möglichkeit, dieselbe Veranstaltung in Echtzeit oder auf Abruf zu sehen, bei dem Event fast so gut wie selbst dabei zu sein, den Wunschplatz am Spielfeld oder in der 1. Reihe zu wählen und verändern zu können. Sehr viele Zuschauer können somit gleichzeitig das Gefühl haben, auf dem besten Platz zu sitzen. Aussterben werden Live-Events jedoch nicht, denn live dabei zu sein, die Begeisterung des Publikums oder die Vibration im Stadion zu spüren, bleibt eine besondere Erfahrung. VR-Events können sogar dazu beitragen, die Attraktivität des Events zu steigern, so dass man doch physisch dabei sein und ein Event- statt eines Virtual-Reality-Tickets haben möchte. Sport- und Musikveranstaltungen sind jedoch erst der Anfang, denn die neuen Technologien können prinzipiell jedes Event – von öffentlichen Veranstaltungen bis zu Firmenevents – übertragen. Was zählt, ist das immersive Erlebnis.

Hybrid-Events: Markenerlebnis an verschiedenen Orten

Live Events sind nach wie vor einzigartig, da nicht alles simuliert werden kann. Das ist auch gut so. Jedoch ist Virtual-Reality-Streaming eine ideale Möglichkeit für beispielsweise Marken, ein einmaliges und exklusives Event einer breiteren Zuschauergruppe möglichst authentisch zugänglich zu machen und die Reichweite zu erhöhen. So hat beispielsweise die britische Modemarke Topshop die neue Kollektion auf der London Fashion Week dem Fachpublikum vorgestellt und ihre Fans auf diese Weise eingebunden: Jeder konnte dabei sein und von der ersten Reihe aus die neue Kollektion erleben.

durch Virtual Reality Events Neue Dimensionen für Incentives und Unternehmenskommunikation erschließen

Für Events, Unternehmenskommunikation und Incentives ergeben sich durch Virtual Reality neue Dimensionen des Austausches und der Informationsvermittlung sowie der Emotionalisierung von Content. Darüber hinaus ist die Teilnahme an Virtual Reality Events ohne lange Anreisezeiten und ohne Reisekosten möglich. Es ist beispielsweise möglich, dass Mitarbeiter an einer rein virtuellen Veranstaltung teilnehmen, gezielt auf einzelne oder mehrere Teilnehmer zugehen, sie begrüßen und sich unterhalten.  Und so wie man sich dabei im virtuellen Raum umsehen kann, so bekommt man auch einen Eindruck von den anderen Personen bzw. ihren Avataren, da man nah an die Person herantreten, ihr etwas ins Ohr flüstern und sich in Gruppen zusammenstellen oder wieder entfernen kann. Der gezielte Austausch mit einer oder mehreren Personen auf solch einem Event oder einer Konferenz ermöglicht auch, dass man zum Beispiel einen Vortrag in einer kleinen Gruppe in einer anderen Sprache erläutern und direkt Fragen beantworten kann. Menschen können aus unterschiedlichen geografischen und sprachlichen Regionen stammen und ohne Anreise zusammentreten – neue Perspektiven ergeben sich so nicht nur für Events, sondern auch für unser Verständnis von ortsunabhängiger Kommunikation.

Auch können neue Produkte von Teams an unterschiedlichen Orten gemeinsam vorgestellt, angesehen und besprochen werden. Dies eröffnet neue Dimensionen für Produktentwicklungen und -präsentationen, die nicht nur das Timing optimieren, sondern auch neue Formen des Storytelling oder Inszenierungen an bisher nicht zugänglichen Orten ermöglichen. Ebenso können Incentives durch Virtual Reality in völlig neuen Bereichen stattfinden: So könnten auf dem Erdball verteilte Angestellte eines globalen Unternehmens eine virtuelle Betriebsexkursion auf den Mars machen, ohne sich vorher je „wirklich“ getroffen zu haben – und zu Kollegen werden.

Neue Blickwinkel, Raum und Zeit neu verbinden, sich an andere Orte „beamen“ und dort Kollegen, Journalisten, Investoren oder Kunden treffen – Marketing wie Unternehmenskommunikation stehen vor spannenden neuen Möglichkeiten. Und mit ihnen die Art, wie wir (Live) Events erleben und Kommunikation als solche verstehen.