VON DER SKIZZE ZUM PRODUKT: VIRTUELLE PRODUKTVISUALISIERUNGEN

In den Regalen der Retailer wird es für Marken immer schwieriger visibel zu sein. Zwischen den unzähligen Produkten, die oft über ähnliche Benefits verfügen, kann Design das entscheidende Kaufkriterium darstellen. Wie also kann ich als Marke sicherstellen, dass ich für mein Produkt das richtige Design entwickelt habe? Und wie ist der Prozess dorthin möglichst kosteneffizient?

Die Antwort darauf heißt: virtuelle Produktvisualisierungen.
Was mit der einfachen Skizze eines Designers beginnt, kann im Rechner heute bis zur fotorealistischen Perfektion gebracht werden.

HOCHWERTIGER, SCHNELLER, GÜNSTIGER: PRODUKTVISUALISIERUNGEN

Ist das Design-Team mit den ersten Entwürfen zufrieden, geht es daran, die richtige Form für das Produkt auszuarbeiten und zu visualisieren. Dazu erstellt der 3D-Artist ein Gittermodell im Rechner, welches bis ins kleinste Detail mit jeder noch so organischen Rundung genau angepasst werden kann.

Bereits in dieser Phase hat man die Möglichkeit, zu errechnen, welche Auswirkungen der Lichteinfall auf den Eindruck des Produktes hat. Das ist im späteren Prozess entscheidend, da in der Fotografie das Licht für die Inszenierung eines Produktes und damit auch auf die Produktvisualisierung außerordentlich wichtig ist.

Schon bei der Erstellung des Modells ist es für einen realistischen Eindruck und die perfekte Silhouette eines Produktes wichtig, die Form und die Materialien genau zu definieren. Früher wurden von jedem Produkt in zahlreiche Dummies erstellt, um genau diese Dinge abschätzen zu können. Heute ist es mit den digitalen Möglichkeiten der 3D-Visualisierung möglich, auch die komplexesten Materialien zu simulieren oder an der Rundung der Kanten solange zu feilen, bis sie wirklich perfekt ist.

Ist dieses Ziel erreicht und hat man beim Produktdesign genug Differenzierung zu den Formen der Wettbewerber herausgearbeitet, geht es an das eigentliche Design.
Gestaltung, Farbwirkung und Typographie werden in vielen Varianten ausgearbeitet. Anstatt wie noch oft praktiziert von allen möglichen Fronten oder Labels teure Proofs machen zu lassen, können die Designs einfach digital auf das Modell “aufgezogen” werden. Der Produktmanager kann direkt am Objekt entscheiden, welche Route für ihn die überzeugendste ist und mit welchen Drucktechniken die Wirkung am besten sein wird – hier zum Beispiel mit einer bereichsweisen Goldfolierung oder einer Prägung im Logo:

STAKEHOLDER ÜBERZEUGEN

Für viele Produktmanager ist der nächste Schritt, die Stakeholder im Unternehmen zu überzeugen. Die gängige schwarze Pappe, auf der das Design des Produkts oft präsentiert wird, ist immer noch sehr schön und ich muss ehrlich gestehen: Auch ich hänge ein wenig daran. Aber wäre es nicht fantastisch, wenn man das Produkt direkt in seiner geplanten Umgebung zeigen könnte? Beispielsweise im Regal neben den Wettbewerbern oder schon eingebaut in eine mögliche Kommunikationsmaßnahme? Und das viel besser als es mit klassischen Designmitteln möglich ist. Oder wenn man das Produkt in einer virtuellen Rundfahrt als Produktanimation von allen Seiten präsentieren könnte? Der Fantasie sind digital keine Grenzen mehr gesetzt. Produkte können perfekt inszeniert werden, bevor es sie überhaupt gibt.

IMPACT AUF SALES

Auch für die weiteren Prozesse hat die Digitalisierung von Produktdesign einen großen Impact. Da digital eine absolut fotorealistische Qualität erreicht wird, kann der Vertrieb schon die ersten Kunden für das Produkt begeistern, sobald es das erste finale Rendering gibt. Er kann dazu sowohl Stills als auch eine mit den vorliegenden Daten erstellte Animation verwenden. Bei den großen Luxusherstellen, im Automotive Bereich oder bei Smartphone-Produzenten wie Apple oder Samsung ist diese Praxis Gang und Gebe. Dort sieht man fast überhaupt keine Produktfotografie mehr. Sogar Hersteller wie Ikea sind dazu übergangen ihren gesamten Katalog virtuell produzieren zu lassen. Kaum einer der abgebildeten voll eingerichteten Räume ist nicht im Rechner entstanden.
Das bringt für die Firmen ganz klare (Wettbewerbs-) Vorteile bei der Perfektionierung der Präsentation und Geschwindigkeit im Vertriebs-Roll-out.

3D DRUCK

Muss man denn deshalb ganz auf die physische Darstellung verzichten?
Nein: Mithilfe von 3D Druckern kann jederzeit das virtuelle Modell als realer Dummy ausgedruckt werden und mit den entsprechenden Proofs beklebt werden, sodass man in jeder Designphase die Möglichkeit hat, immer noch etwas zum “Anfassen” zu erstellen. Für die menschliche Wahrnehmung eines Produktes ist das ein essentieller Teil, deshalb wird Haptik auch bei einer virtuellen Produktentwicklung immer eine wichtige Rolle spielen.
3D Druck gibt es in vielen Qualitäten und Preisstufen, von Preversionen bis zum Präsentationsdummy.

Sie interessieren sich dafür, Produktvisualisierungen zu digitalisieren und für Ihr Unternehmen ein neues Zeitalter der Produktentwicklung beginnen zu lassen?
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