VR/AR: WAS BRINGT DIE ZUKUNFT IN SACHEN DISPLAYS UND DEVICES?

Informationen direkt auf die Retina projizieren. Was sich wie Science Fiction anhört, wird mit Smart Glasses Realität.

Displays und Devices spielen für Augmented Reality und Virtual Reality eine entscheidende Rolle. Denn was nützt der innovativste Use-Case, wenn die Technik dahinter nur mittelmäßige Ergebnisse in der Darstellung abliefert oder unkomfortabel ist? Im vergangenen Jahr hat sich bereits einiges bewegt. Ein Blick in die gar nicht allzuferne Zukunft zeigt, das Auflösungen weiter steigen und Devices noch komfortabler werden.

AR-Displays: Smartphones sind nur der Anfang

Ein steht fest: Wenn AR und VR sich im Alltag der Menschen dauerhaft durchsetzen sollen, müssen neben sinnvollen Use Cases auch AR- und VR-Ausgabegeräte viel alltagstauglicher werden.

Der Launch des iPhone X Ende 2017 sorgte für eine riesige Euphorie-Welle in Sachen AR-Anwendungen. Auch ältere Smartphones werden mit Anwendungen wie Google ARCore fit für AR gemacht. Smartphones sind somit in Sachen AR-Erlebnis derzeit die Standard-Lösung. Und auch für einfache VR-Lösungen ist das Cardboard in Verbindung mit einem Phone immer noch der schnellste Einstieg.

Doch bereits jetzt zeichnet sich ab, dass Smartphones bald abgelöst werden könnten. Und das ist bei näherer Betrachtung – so sehr wir uns in unserem Alltag an sie gewöhnt haben – sogar erschreckend logisch.

Warum modische Brillen der nächste logische Schritt in Sachen AR-Devices sind

Bereits beim Blick auf das iPhone X fällt auf: Buttons gib es nicht mehr viele. Fast alles wird über Wischbewegungen gelöst. Das mag zunächst wenig überraschend erscheinen. Mit der Ankündigung von Apple die neue Version des X noch größer zu gestalten, stellt sich allerdings die Frage, wo die Reise in Sachen Smartphone-Design eigentlich noch hingehen soll. Ist die Geschichte vielleicht langsam erzählt?

Ein Blick in die Medien zeigt sehr klar, das die Branche bereits in den Startlöchern für den nächsten großen Wurf steckt. Das Ziel: modische und gleichzeitig Performance-starke Datenbrillen.

Alter Wein in neuen Glasses?

Datenbrillen? Da war doch was? Wenn das Thema „Datenbrillen“ zur Sprache kommt, denken viele unweigerlich an „Google Glass“. Vorgestellt im Jahr 2012 konnten sich die smarten Brillen nie richtig durchsetzen. Vielleicht waren sie ihrer Zeit auch zu weit voraus. Denn mittlerweile wird das Thema gleich von mehreren Seiten wieder ernsthaft ins Visier genommen. Und so ist es wenig überraschend, dass auch „Google Glass“ wieder im Gespräch ist.

Die angekündigten Display-Innovationen in Sachen Datenbrillen reichen von Modellen wie Intels Vaunt, die statt beeindruckenden AR-Welten mehr auf die blanke Informationsdarstellung direkt auf der Retina des Anwenders setzen, bis hin zum Start-Up Magic Leap, über das in regelmäßigen Abständen neue Gerüchte verbreitet werden und das schier alles an Darstellung beherrschen soll. NBA-Legende Shaquille O’Neal durfte bereits begeistert sein…

Auflösung von VR-Headsets wird schärfer

Für Virtual Reality waren Headmounted Displays nie wegzudenken. Neben Tragekomfort ist hier die Frage nach der Auflösung in den nächsten Jahren entscheidender. Denn nichts verhindert das völlige Abtauchen in die virtuelle Umgebung mehr, als eine ruckelige unscharfe Darstellung.

Bereits für dieses Jahr sind Brillen mit 4K- (HTC) und 5K- (Vrgineers) angekündigt. In der Vergangenheit waren die Reaktionen in den Medien auf derartige „Würfe“ eher verhalten – siehe hierzu etwa das 8K-„Monster“ von Pimax.

Eine wirkliche Innovation dürfte das Bionic Display des finnischen Unternehmens Varjo werden. Das Display imitiert über eine ausgeklügelte Technologie den optischen Ausschnitt des menschlichen Auges. Dinge, die im unmittelbaren Fokus stehen, erscheinen gestochen scharf. Dinge, die nicht betrachtet werden, erscheinen unscharf. Das spart Rechenleistung, die sich letztendlich in der Qualität der Auflösung betrachteter Inhalte niederschlägt.

Was bringt die Zukunft?

Wenn wir einen Blick in die Zukunft werfen, in der Datenbrillen bereits das Smartphone ersetzt haben, braucht es keinen Propheten, um den nächsten Schritt vorherzusagen. Bereits jetzt steigen in einigen Berufen die Zeitspannen, in denen VR-Headsets getragen werden – nicht permanent, aber immer wieder am Tag.

In der Zukunft werden daher leistungsstarke Brillen oder endlich die – immer wieder mal thematisierten – Kontaktlinsen konstruiert werden, die für Augmented Reality- oder Virtual Reality-Anwendungen verwendet werden können. Vorstellbar wären etwa Brillen, die den neueren AR-Datenbrillen gleichen, bei Bedarf aber ihre Gläser zu kompletten Displays umwandeln können. Ein Wechsel wäre damit obsolet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

YouTube aktivieren?

Auf dieser Seite gibt es mind. ein YouTube Video. Cookies für diese Website wurden abgelehnt. Dadurch können keine YouTube Videos mehr angezeigt werden, weil YouTube ohne Cookies und Tracking Mechanismen nicht funktioniert. Willst du YouTube dennoch freischalten?